Die wichtigsten externen Links
Die Homepage unseres bay. Landesverbandes
Die Homepage unseres Bundesverbandes
Wettkämpfe in Deutschland - Online Meldesystem
Online Ergebnis-Datenbank für Leichtathletik
Schneller - Direktlinks zu wichtigen Seiten:
- Die Nächster-Wettkampf-Taktik: Es ist sinnvoll ein Training zu periodisieren und Schwerpunkte zu setzen. Der Schwerpunkt der Jahre ist einmal pro Jahr bzw. zweimal pro Jahr bei einer Doppelperiodisierung und einer Hallenwettkampfsaison. Viele arbeiten jedoch nach dem Prinzip: der nächste Wettkampf ist der Wichtigste. Sie arbeiten nicht systemorientiert und im Training erlerntes kann nicht aufeinander aufbauen, sondern muss der ständigen Wettkampfvorbereitung weichen.
- Keine Trainer oder unerfahrene Trainer: Für das Training benötigt man Trainerwissen. Das hat man nach jahrelanger Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen. Selbst einmal Leichtathlet gewesen zu sein, ist erst einmal gut - aber wie unterschiedliche junge Menschen auf unterschiedliche Einflüsse und Faktoren reagieren, muss man erlernen. Nur Lehrbuchwissen bringt nicht weiter. Junge unerfahrene Trainer können puschen, ein Training muss jedoch gut durchdacht sein und langfristig geplant werden. Auch wenn nicht jeder Athlet solange bleibt, da die meisten vor dem Ende aussteigen. Jeder muss dennoch zumindest die Chance haben eine dauerhafte Förderung zu bekommen.
- Mangelnde Geradlinigkeit im Training: Viele Trainer verzetteln sich mit ausländischen Lehren, Lehrmeinungen von Professoren, selbst erfundenen Techniken und vielem mehr. Der Deutsche Leichtathletikverband hat klare Rahmentrainingspläne veröffentlicht, die es gilt umzusetzen. Sich noch weiter informieren ist sinnvoll - man sollte sich jedoch an die Lehre des DLV halten. Warum trotz der ausführlichen Pläne des DLV es in Deutschland nicht funktioniert? Weil sich kaum einer daran hält. Die, die sich daran halten, kommen oftmals auch ganz oben an.
- Leichtathletikferner Vorstand: Ein Trainerteam mag noch so gut sein und die Auswahl der Sportler noch so gut - wer ein Trainerteam nicht führt und eine klare Konzeption hat, wird auf Dauer scheitern. Ein Vorstand, der nicht selbst aus der Leichtathletik kommt, wird kaum positiv auf das Training einwirken können. Einfach Trainer nur machen zu lassen ist der falsche Weg. Man braucht ein hohes Verständnis für Leistungssport - denn man trifft als Vorstand die wesentlichen Entscheidungen zu PMTF (Personal, Material, Taktik und Fianzierung).
- Die Schönwetter-Papst-Taktik: Alles immer schön reden. Wer zu viel damit beschäftigt ist, Mitgliedern zufrieden zu stellen und alles schön zu reden, wird kaum den Raum finden dauerhaft Leistung zu bringen. Über persönliche Bestleistungen freut sich jeder Sportler. Doch auch selbst ohne Training wäre in der Jugend ständig die Chance auf Bestleistungen, sofern man sich bewegt. Das ist biologisch von völlig normal. Ein 19jähriger Nichtleichtathlet ist schneller als ein 14jähriger Leichtathlet. Er hat sich gesteigert, weil sein Körper sich weiter entwickelt hat. Auch das ständige Messen auf Kreis- und Bezirksebene führt zum übersteigerten Schönreden. Was zählt ist langfristiger Aufbau und nicht als 12jähriger Sportler top zu sein. Kaum eine Sportart verliert junge Talente mehr als die Leichtathletik. Die meisten U14 Sportler mit hohem Erfolg sind im Juniorenbereich nicht mehr dabei.
- Keine Talente: Ohne Talentsichtungen findet man keine Talente. Und Talentsichtung findet zu 75 Prozent im Training statt. Talente müssen in der Schule gesichtet werden - danach muss im Verein jedoch die eigentliche Arbeit der Talentsichtung vonstatten gehen. Wir sind kein Fußball und können uns keine Talentscouts leisten, die aus anderen Vereinen heraus sichten. Wir müssen an der Basis anfangen und auf allem in unserem eigenen Training. Nur schnell zu laufen bringt nichts. Es muss das Entwicklungspotential entdeckt werden.
- Talente, aber kein System: Talente sind keine Garantie für Erfolg. Talent gehört entwickelt. Umso mehr Talente man hat, umso mehr kann man eine schlechte Förderung kaschieren. Umso mehr zerstört man jedoch auch vorhandenes Potential. Die falsche Basis macht ein späteres Aufbautraining nicht mehr möglich. Überhaupt: die meisten Jugendlichen in Vereinen bleiben ewige Grundlagen-Athleten. Sie schaffen den Schritt in das Aufbautraining gar nicht.
- Zu wenig Trainingsumfang: Mit zwei Trainingseinheiten kann man die geforderte Bewegungserfahrung nicht erlangen. 40 bis 50 Übungsabläufe im Bereich der Hürden sollten pro Woche absolviert werden (vgl. JOCH, 1992). Dazu gehört viel Training. Mindestens vier Trainingseinheiten sind nach Meinung vieler Leichtathletikexperten ein Muss. Mangelhafter Trainingsumfang kann nicht durch erhöhte Trainingsintensität ausgeglichen werden. Wer zweimal in der Woche nur trainiert, dann aber richtig, der hat erst einmal nicht genügend Bewegungserfahrung, da dies nur durch Trainingsumfang sichergestellt wird, er belastet den Körper anders und bereitet so nicht auf ein späteres Aufbautraining bzw. Hochleistungstraining vor. Der Umfang muss von Jahr zu Jahr gesteigert werden, um die Belastungsfähigkeit zu verbessern. Selbstverständlich sind hier auch die Eltern gefragt, die einen hohen Trainingsumfang unterstützen müssen. Aber wie ist das im Tennis oder im Leistungsschwimmen? Wird da nicht auch viel mehr investiert? Oder wer auf hohem Niveau ein Instrument spielt: übt der nicht jeden Tag?
- Zu frühe Spezialisierung: Wer einem 13jährigen Schüler erzählt, er wäre ein reiner Hochspringer, Weitspringer oder Sprinter begeht ein trainingsphilosophisches Vergehen gegenüber allen Richtlinien des Deutschen Leichtathletikverbandes. Selbstverständlich entwickelt man Stärken. Doch wer sich nicht breit fördern lässt, wird kaum ganzheitlich trainiert. Jeder Nachwuchssportler ist im Grundlagentraining ein "Mehrkämpfer". Leider ist das häufig nicht der Fall. Das viele Fähigkeiten fehlen ist der eine Punkt. Etwas Anderes wiegt jedoch viel schwerer: Einseitige Belastung führt zur höheren Verletzungsanfälligkeit. Man macht junge Menschen regelrecht kaputt durch eine zu frühe Spezialisierung. Übrigens: Für Quereinsteiger im Jugendalter gilt: erst einmal Grundlagen aufbauen, bevor man ein reines Aufbautraining beginnt. Nicht gleich zielgerichtet auf Sprint, Sprung oder nur Wurf hin arbeiten.
- Kein Qualitätsmanagement - welcher Betrieb kann es sich leisten ihre Abläufe nicht ständig zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren? Es gibt zahlreiche Fähigkeiten, die erlernt werden müssen - die Leichtathletikausbildung ist sehr komplex. Das gehört ständig überprüft. Nachwuchssportler, Trainer, Vorstand - alle sollten sich ständig hinterfragen. Für die gesamte Ausbildung gehört ein Qualitätsmanagement her: Was haben wir bisher erreicht? Was wollen wir erreichen? Was können wir erreichen? Wie wollen und werden wir es erreichen?








